„Wunderbeere“ – Versionsunterschied

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
[gesichtete Version][gesichtete Version]
Inhalt gelöscht Inhalt hinzugefügt
Keine Bearbeitungszusammenfassung
K →‎Weblinks: , Zugriff 5. Mai 2021
Zeile 67: Zeile 67:
* Donna McVicar Cannon: [http://www.quisqualis.com/mirfrtdmc1a.html ''Mehr Informationen zu dieser Art''] und Bobby G. Cannon II.: [http://www.quisqualis.com/Synsepalum_dulcificum.html ''Synsepalum dulcificum Up Close & Personal''] bei Quisqualis (engl.)
* Donna McVicar Cannon: [http://www.quisqualis.com/mirfrtdmc1a.html ''Mehr Informationen zu dieser Art''] und Bobby G. Cannon II.: [http://www.quisqualis.com/Synsepalum_dulcificum.html ''Synsepalum dulcificum Up Close & Personal''] bei Quisqualis (engl.)
* [http://www.instructables.com/id/EWQ4GV6F176TTLC/ ''Anleitung zur Kultivierung der Wunderbeere aus Samen''] auf instructables.com (engl.)
* [http://www.instructables.com/id/EWQ4GV6F176TTLC/ ''Anleitung zur Kultivierung der Wunderbeere aus Samen''] auf instructables.com (engl.)
* [http://www.faz.net/aktuell/wissen/mensch-gene/geschmackssinn-unmoegliches-geschieht-im-mund-1951608.html ''Geschmackssinn: Unmögliches geschieht im Mund''] auf faz.net, vom 17. März 2010.
* [http://www.faz.net/aktuell/wissen/mensch-gene/geschmackssinn-unmoegliches-geschieht-im-mund-1951608.html ''Geschmackssinn: Unmögliches geschieht im Mund''] auf faz.net, vom 17. März 2010, Zugriff 5. Mai 2021


[[Kategorie:Sapotengewächse]]
[[Kategorie:Sapotengewächse]]

Version vom 5. Mai 2021, 00:15 Uhr

Wunderbeere

Wunderbeere (Synsepalum dulcificum) mit Früchten

Systematik
Kerneudikotyledonen
Asteriden
Ordnung: Heidekrautartige (Ericales)
Familie: Sapotengewächse (Sapotaceae)
Gattung: Synsepalum
Art: Wunderbeere
Wissenschaftlicher Name
Synsepalum dulcificum
(Schumach. & Thonn.) Daniell
Früchte und Blätter
Früchte und Samen

Die Wunderbeere (Synsepalum dulcificum), auch Mirakelfrucht genannt, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Sapotengewächse (Sapotaceae).

Beschreibung

Bei der Wunderbeere handelt es sich um einen immergrünen kleinen Baum oder Strauch, der Wuchshöhen von bis zu 4,5 Metern erreicht, er bleibt aber meist einiges kleiner.

Er besitzt dichtes Laubwerk am Ende der Zweige. Die verkehrt-eiförmigen, -eilanzettlichen bis lanzettlichen, wechselständigen, büscheligen und kurz gestielten, einfachen Laubblätter sind bis etwa 5–13 Zentimeter lang. Die kahlen Blätter sind ganzrandig und rundspitzig bis spitz.

Die weißen, kurz gestielten, vier- bis fünfzähligen und kleinen Blüten mit doppelter Blütenhülle sind zwittrig. Sie werden während einer langen Periode des Jahres büschelig oder einzeln in den Achselknospen abgefallener Blätter gebildet. Der röhrenförmige Kelch ist bräunlich, pelzig behaart und mit fünf kurzen Zipfeln. Die weiße Krone ist röhrig stehend mit fünf spatelförmigen Petalen. Die Staubblätter sitzen unten an den Kronblättern, bei jedem Staubfaden ist ein petaloides Staminode vorhanden.[1] Der Fruchtknoten ist oberständig und etwas haarig, mit einem langen, leicht konischen Griffel mit kleiner, kopfiger Narbe.

Es werden purpurrote, einsamige, relativ glatte und eiförmige bis ellipsoide, öfters leicht bespitzte Beeren von der Größe einer Kirsche gebildet. Sie sind etwa 1,5 bis 2,5 cm lang, mit dünner aber fester Schale und fast kahl bis etwas behaart. Das Fruchtfleisch ist weißlich bis leicht rötlich und es sind oft Griffelreste an der Spitze erhalten. Der große, ellipsoide, harte Samen, mit einer oft länglichen, mehr oder weniger großen und bräunlichen Narbe (Hilum) auf einer Seite, ist dunkelbraun und glatt.

Die Beeren sind essbar, wie einige andere von verschiedenen Arten der Gattung Synsepalum.

Zulassung als Lebensmittel

Für die Anwendung als Lebensmittel in der EU steht eine Anerkennung als Novel Food aus. Daher ist der Handel mit der Wunderbeere als Lebensmittel nicht zulässig.

Inhaltsstoffe

Die Pflanze produziert Miraculin, das biologisch weniger aufwendig zu synthetisieren ist als Zucker (Glucose), jedoch eine ähnliche Lockwirkung auf Vögel ausübt.

In Westafrika wurde die Wunderbeere benutzt, um den Geschmack saurer Speisen zu verbessern.

Wirkung

Der Inhaltsstoff Miraculin beeinflusst die gustatorische Wahrnehmung drastisch. Das Glykoprotein verstärkt die Wahrnehmung der Zunge für Süßes – auch Saures oder Bitteres schmeckt plötzlich süß. Der Geschmack von Scharfem ändert sich entgegen diversen Medienberichten jedoch nicht.

Wegen ihrer besonderen, überraschenden Wirkung erfreut sich der Genuss der Wunderbeere in den USA und auch in Deutschland wachsender Beliebtheit.

Vorkommen

Die Wunderbeere wächst in den Tiefland-Bereichen der heißen und feuchten Tropen. Ursprüngliche Heimat ist das tropische westliche Afrika mit Benin, Ghana, Nigeria, Kamerun, der Zentralafrikanischen Republik, Gabun und der Demokratischen Republik Kongo.[2] Dort trägt sie zweimal im Jahr Früchte, jeweils nach den Regenzeiten. Für ein Gedeihen sind saurer (pH-Wert zwischen 4,5 und 5,8) Boden, Frostfreiheit und viel Feuchtigkeit erforderlich.

Systematik

Diese Art wurde 1827 unter dem Namen Bumelia dulcifica von Heinrich Christian Friedrich Schumacher & Peter Thonning in Beskrivelse af Guineeiske planter, S. 130–131 erstmals beschrieben. William Freeman Daniell stellte sie 1852 vor unter dem Namen Synsepalum dulcificum in Pharmaceutical Journal and Transactions, 11, S. 445, in die Gattung Synsepalum. Weitere Synonyme sind: Bakeriella dulcifica (Schumach. & Thonn.) Dubard, Bumelia dulcifica Schumach. & Thonn., Pouteria dulcifica (Schumach. & Thonn.) Baehni, Richardella dulcifica (Schumach. & Thonn.) Baehni, Sideroxylon dulcificum (Schumach. & Thonn.) A.DC.[3]

Einzelnachweise

  1. S. Taheri, C. Xingway, T. L. Abdullah: Flower Ontogenesis and Fruit Development of Synsepalum dulcificum. In: HortScience. 51(6), 2016, S. 697–702, online auf researchgate.net.
  2. Synsepalum im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am 28. September 2017.
  3. Synsepalum dulcificum bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. Louis
Commons: Wunderbeere (Synsepalum dulcificum) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien