„Carolin Kebekus“ – Versionsunterschied

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* 2013: Deutscher Comedypreis als Beste Komikerin
* 2013: Deutscher Comedypreis als Beste Komikerin
* 2013: Deutscher Comedypreis für das beste Comedyevent mit der ''großen TV total Prunksitzung''
* 2013: Deutscher Comedypreis für das beste Comedyevent mit der ''großen TV total Prunksitzung''
* 2014: Deutscher unlustiger Preis


== Veröffentlichungen ==
== Veröffentlichungen ==

Version vom 11. Juni 2014, 11:08 Uhr

Carolin Kebekus beim Deutschen Fernsehpreis 2012
Carolin Kebekus in Bonn, 2011

Carolin Kebekus (* 9. Mai 1980 in Bergisch Gladbach) ist eine deutsche Schauspielerin, Sängerin, Synchronsprecherin und Komikerin.

Karriere

Die Tochter eines Bankkaufmanns und einer Sozialpädagogin wuchs in Köln-Ostheim auf. Ihre Parodien auf Tokio-Hotel-Sänger Bill Kaulitz in den Freitag Nacht News führten im April 2006 kurzzeitig zu Beschimpfungen und Drohungen durch Fans der Gruppe; sie brachten ihr den Durchbruch im Fernsehen. Von September 2006 bis zur Absetzung der Sendung im Dezember 2006 gehörte Kebekus zum Moderatoren-Team der Freitag Nacht News um Ingo Appelt.

2007 spielte Kebekus in der RTL-Sitcom Kinder, Kinder mit. Sie beteiligte sich auch an Diskussionen in der Comedy-Talkshow u. A. w. g. – um Antwort wird gebeten bei Comedy Central und hatte mehrere Gastauftritte (beispielsweise als Jennifer-Lopez-Parodistin) in den Sendungen Freitag Nacht News, RTL Comedy Nacht, Was guckst du?!, Quatsch Comedy Club und Fritz & Hermann. Bei der Improcomedysendung Frei Schnauze gehörte sie zur wiederkehrenden Besetzung. 2008 wirkte sie in der RTL-Sketchcomedyserie WunderBar mit. 2009 lief auf ProSieben die Comedyshow Die Hochzeitscrasher, in der Kebekus neben Max Giermann und Hanno Friedrich Hochzeitsgästen Streiche spielte. Seit 2009 ist Kebekus regelmäßig in Sketchen des Formats Broken Comedy zu sehen und steht seit der zweiten Staffel außerdem als Moderatorin der Sendung auf der Bühne.

2007 spielte Kebekus in dem Film Vollidiot eine Nebenrolle. Sie singt in der Band „De Imis“ sowie zusammen mit Rüdiger Brans beim Comedy-Duo „2ZimmerKücheDieleBad“. 2010 trat sie zusammen mit dem Schweizer Kabarettisten Rolf Schmid beim 19. Arosa Humor-Festival auf. 2011 veröffentlichte sie ihr Debütalbum Ghetto Kabarett. Im selben Jahr war sie Mitglied der Neuauflage der Wochenshow und ist seitdem mit ihrem ersten Bühnenprogramm Pussy Terror auf Tour. 2012 spielte Kebekus in dem Kinofilm Hanni & Nanni 2 die Rolle der Lehrerin Frau Goethe.

Am 2. Juni 2013 trat sie in der WDR-Sendung Zimmer frei! auf.[1] Am 5. Juni 2013 wurde ihre erste vom WDR produzierte Sendung Kebekus! bei Einsfestival ausgestrahlt, die im Vorfeld zu Kontroversen führte.[2]

Seit 2013 ist Kebekus Ensemblemitglied der mit vielen Preisen ausgezeichneten, wöchentlichen Nachrichtensatire heute-show.

Am 31. Januar und 7. Februar 2014 wurden um 23:15 Uhr auf RTL "Carolin Kebekus Live! Pussyterror Teil 1 und 2" ausgestrahlt.

Kontroversen

Im Februar 2013 sendete die heute show einen satirischen Filmbeitrag, bei dem Kebekus sich bei Kardinal Joachim Meisner als Päpstin bewarb. Nach Angaben des Spiegel[3] versuchte ein Sprecher der Deutschen Bischofskonferenz vergeblich, die Ausstrahlung der Episode zu verhindern.[4]

Im Juni 2013 hat sich der WDR gegen die Ausstrahlung des von Kebekus produzierten satirischen Musikvideos Dunk den Herrn in Kebekus! auf Eins Festival entschieden. In dem Video, in dem Kebekus in einem Nonnenkostüm auftritt und ein Kruzifix ableckt, textete Kebekus in Form eines Raps unter anderem: Er ist meine Bank, nur für ihn zieh ich blank[4] und Bei Gott geht der Punk ab, weil nur er den Funk hat; Jesus ist der Shit und wer das nicht glaubt, der kackt ab. Anspielungen gab es auch auf den sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche.[5] Stefan Raab empfahl Kebekus, sich beim zukünftigen WDR-Intendanten Tom Buhrow zu beschweren und auf der Kunstfreiheit zu bestehen, nachdem sie ihre Sendung als „verstümmelt“ bezeichnet hatte: „Es war natürlich seit drei Wochen ungefähr abgenommen, und jetzt ist aber dem WDR aufgefallen: ‚So jung wollen wir auch nicht werden‘“. Es werde wohl auch die letzte Sendung bleiben.[6]

Zum Vorwurf der Zensur, den Kebekus in TV Total erhoben hat und dem Vorwurf der „Selbstzensur“, der laut Tagesspiegel von Mitarbeitern der Sendung erhoben wurde[7], erklärte der WDR, er könne diesen Vorwurf „so nicht akzeptieren“. Der Sender stehe für Liberalität und Toleranz, was bedeute, dass religiösen Überzeugungen der Bevölkerung zu achten seien. Nach eingehender redaktioneller Diskussion und rechtlicher Prüfung hätten die Programmverantwortlichen daher entschieden, das Video nicht auszustrahlen: „Es gibt einen erheblichen Unterschied zwischen Kritik an der Institution Kirche und der Verunglimpfung religiöser Symbole“, unabhängig ob sich eine Sendung an ein jüngeres oder älteres Publikum richte. Eine zukünftige Zusammenarbeit mit Carolin Kebekus werde sich zeigen - „unsere Türen bleiben jedenfalls geöffnet.“[5]

Im Zusammenhang mit dem Video gingen gegen Kebekus aufgrund eines Aufrufs der Pius-Bruderschaft etwa 100 Anzeigen ein, worauf die Staatsanwaltschaft Köln den Beitrag auf Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungsvereinigungen (§ 166 StGB) prüfte. Ein Anfangsverdacht strafrechtlich relevanten Handels wurde nicht festgestellt; deshalb wurden die Ermittlungen eingestellt. Die satiremäßig überspitzte Darstellung habe keinen beschimpfenden, sondern einen kirchenkritischen Inhalt.[8]

Filmografie

Nominierungen und Preise

  • 2007: Publikumspreis des Wettbewerbs Tegtmeiers Erben
  • 2007: Deutscher Comedypreis für Kinder, Kinder als Beste Serie
  • 2007: nominiert als Beste Schauspielerin für den Deutschen Comedypreis
  • 2007: nominiert mit Kinder, Kinder für den Deutschen Fernsehpreis
  • 2008: nominiert mit Wunderbar für den Deutschen Comedypreis
  • 2008: nominiert mit Kinder, Kinder für den Adolf-Grimme-Preis
  • 2008: ausgezeichnet mit dem Prix Pantheon
  • 2010: nominiert mit Broken Comedy für den Adolf-Grimme-Preis
  • 2010: nominiert mit Broken Comedy für die Rose d’Or
  • 2011: nominiert als Beste Komikerin für den Deutschen Comedypreis
  • 2011: Montreux Comedy Award für Broken Comedy als Beste Sketch Show
  • 2013: nominiert mit der heute-show für den Deutschen Fernsehpreis als beste Comedy
  • 2013: nominiert mit der heute-show für den Deutschen Comedypreis als beste Comedy-Show
  • 2013: Deutscher Comedypreis als Beste Komikerin
  • 2013: Deutscher Comedypreis für das beste Comedyevent mit der großen TV total Prunksitzung
  • 2014: Deutscher unlustiger Preis

Veröffentlichungen

Bücher

DVDs

  • Pussy Terror – Live. Sony Music, 2013.

Diskografie

Commons: Carolin Kebekus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

  1. Michael Kerkmann: Sendung vom 2. Juni 2013. Zimmer frei!, wdr.de, 11. Mai 2013.
  2. Ärger um Kirchensatire von Carolin Kebekus, Deutschlandradio Kultur vom 5. Juni 2013
  3. heute-show erzürnt katholische Kirche: In DER SPIEGEL 9/2013 vom 25. Februar 2013
  4. a b Umstrittene Kirchensatire: Komikerin Carolin Kebekus wettert gegen WDR-"Zensur", Spiegel Online vom 5. Juni 2013
  5. a b Kirchen-Satire: WDR weist Zensurvorwurf von Kebekus zurück, kath.net vom 6. Juni 2013
  6. WDR streicht Kirchensatire von Carolin Kebekus, handelsblatt.com vom 6. Juni 2013
  7. TV-Moderatorin Carolin Kebekus beschwert sich über WDR, Tagesspiegel vom 5. Juni 2013
  8. Keine Ermittlungen gegen Kebekus, Kölner Stadt-Anzeiger (ksta.de) vom 9. Juli 2013